Firmengeschichte

Das Fundament

Nach dem Abitur begann Mathias Dehe seine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr im Bereich der militärischen Kommunikation. Im Lauf seiner 8-jährigen Dienstzeit wurde Dehe insbesondere im Bereich Mitarbeiterführung und Krisenkommunikation ausgebildet. An die Dienstzeit schloss sich dann ein betriebswirtschaftliches Studium an der Bundeswehrfachschule Mainz an. Dort lag der Ausbildungsschwerpunkt in den Fachbereichen „Betriebsorganisation“, „Betriebliches Rechnungswesen“ und „Handelsrecht“. Bereits in dieser Phase war Dehe in diverse militärische und unternehmerische Projekte eingebunden und legte die Grundlage für seine umfassenden Projektmanagement-Kenntnisse.

 

Die ersten praktischen Berater-Einsätze

Dehe wurde nach Ende seines Studiums und ersten Einsätzen als Assistent der Geschäftsleitung 1991 als Prokurist einer Mainzer Unternehmensberatung damit beauftragt, ein Netzwerk von Schulungszentren in Sachsen-Anhalt aufzubauen und zu organisieren. Hier war dann nicht nur Methodenkompetenz als Unternehmensberater, sondern vor allem auch Umsetzungskompetenz vor Ort gefragt.

Ab 1993 wurde Dehe dann als Bereichsleiter „Wirtschaftsberatung“ einer mittelständischen Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkanzlei engagiert und wurde aufgrund seiner organisatorischen Fähigkeiten mit der kompletten Innendienstleitung der Kanzlei beauftragt. In dieser Eigenschaft entwickelte er das  erste Mal gemeinsam mit anderen Kanzlei-Mitarbeitern eine Organisationssoftware, die für die optimierte Prozessabwicklung von Kanzleiabläufen verwendet wurde.

 

Der Sprung in die Selbstständigkeit

Zur Vermarktung der Organisationssoftware und zur weiteren Entwicklung des Geschäftsbereiches Unternehmensberatung wurde dann die von Dehe geleitete Abteilung als eigenständige Gesellschaft ausgegründet. Dabei übernahm Dehe erstmals Anteile der Gesellschaft und wurde im Alter von 32 Jahren alleiniger Geschäftsführer. Daneben beteiligte er sich an einer weiteren Unternehmensberatungsgesellschaft, die sich insbesondere im Sanierungs- und Interim Management einen Namen gemacht hatte.

 

Die ersten Franchise-Projekte

1993 betreute Dehe als Mitarbeiter der Kanzlei einen Mandanten aus dem Franchisemarkt. Das Franchisesystem „Kieser Training“ war aus der Schweiz nach Deutschland expandiert und hatte in Frankfurt einen Pilotbetrieb übernommen. Dehe war für die Entwicklung der Dokumentation und der Prozesse zuständig, mit denen die zukünftigen Franchisepartner mit der Systemzentrale von Kieser Training arbeiten sollten. Nach 2 Jahren Entwicklungstätigkeit übernahm Dehe dann ab 1995 die Betreuung der Franchisepartner-Bewerber im Bereich der Businessplan-Erstellung  und Finanzierungsbegleitung bis Ende 1998.

Ab 1999 leitete Dehe dann ein Entwicklungsteam, in dem ein neues hochwertiges Betreibungskonzept zur Führung von Premium-Fitnessclubs unter einer vom TUI-Konzern lizenzierten Dachmarke („Robinson Wellfit in Town“) entwickelt wurde. Nach der Pilotphase wurde dann ab 2000 eine AG gegründet, deren Gründungsvorstand und später deren Vorstandsvorsitzender Dehe wurde. Das Projekt wurde bis 2003 von Dehe geleitet und dann wegen einer Änderung in der Finanzierungsstruktur bis 2004 abgewickelt bzw. verkauft.

2004 übernahm Dehe dann die Leitung einer Projektgruppe am Hockenheimring Baden Württemberg, die sich mit der Neuorganisation aller Vertriebsaktivitäten sämtlicher Tochtergesellschaften beschäftigte (Umstellung von dezentralem auf zentralen Vertrieb). Die hier gewonnenen Erkenntnisse bei der Restrukturierung von etablierten Systemen (Change Management) konnte Dehe später noch häufig in anderen Systemen einsetzen.

 

Der Fokus auf Systemzentralen-Organisation

2005 erhielt Dehe dann den Auftrag, die Systemzentrale des neu geschaffenen Franchisesystems  „Calory Coach“ zu entwickeln und aufzubauen. Diese Aufgabe beinhaltete auch die interimistische Führung aller Mitarbeiter der Systemzentrale und die Etablierung von allen notwendigen Kernprozessen im System sowie die Umsetzung einer sehr hohen Expansionsgeschwindigkeit. Im Zuge dieses Auftrages entwickelte Dehe dann eine Prozesslandkarte, die er nicht nur für Calory Coach einsetzte, sondern deren Potential für alle Franchisesysteme offensichtlich war. Dehe konzentrierte seine Arbeit immer stärker auf die Entwicklung bzw. Optimierung aller Management-, Kern- und Unterstützungsprozesse in Franchisezentralen und wirkte in verschiedenen Projekten mit. 2008 stellte er diese Prozesslandkarte in der WKS (Fachschule für Franchising) in Weilburg vor und führte sie somit in das KnowHow der Franchisewirtschaft ein. Kern seiner Prozesslandkarte war die Beschreibung einer Geschäftsprozess-Organisation, die sowohl die Anforderungen des Endkundenmarktes als auch die Anforderungen des Partnermanagements sinnvoll kombiniert. Das von Dehe entwickelte Modell ist bis heute Kern der Beratungsleistungen von Dehe Consulting.

Im Jahr 2008 wurde Dehe darüber hinaus auch mit der Entwicklung der Systemzentrale des Franchisesystems Pflegeagentur+ beauftragt. Die Herausforderung dieses Projektes bestand insbesondere in der sinnvollen Verknüpfung mehrerer internationaler Liefer- und Leistungsverträge unter einer klaren Prozessorganisation. Im Ergebnis konnte das Franchisesystem nicht nur stabil wachsen, sondern wurde u.a. wegen seiner stabilen Performance später von einem ausländischen Konzern übernommen und als Franchisesystem „Promedica“ weitergeführt.

Ab 2009 begann dann der Einsatz (zunächst als Berater, später als Mitglied der Geschäftsleitung) zur Reorganisation des Franchisesystems hairfree. Aufgrund der Erfolge in der Restrukturierung des Vertriebsprozesses erhielt Dehe ab 2010 die Möglichkeit, zunächst die Partnerbetreuung, später ab 2012 die gesamte kaufmännische Führung des Franchisesystems zu übernehmen. Während seiner Zeit wurde die Systemzentrale organisatorisch neu aufgestellt, das Wachstum ausgebaut und die internationale Expansion vorangetrieben. In diesem System bewährte sich die von Dehe konzipierte Prozesslandkarte für Systemzentralen erneut auf eindrucksvolle Weise.

 

Aktueller Status und Entwicklung des Unternehmens

Nach Beendigung des hairfree-Projektes Ende 2015 übernahm Dehe dann wieder verschiedene Entwicklungsprojekte im Franchise- und Lizenzmarkt. Neben einer weiteren Fokussierung auf das Thema „Prozessoptimierung in Franchisezentralen“ baut Dehe weitere Kapazitäten in seiner Gesellschaft auf, um seine Beratungs-Expertise auch international anbieten zu können. Die Mitarbeit seiner Tochter (aktuell: Studium „International Management“ in Reutlingen und Peking) ermöglicht ihm, sein Organisations-KnowHow in dem chinesischen Wachstumsmarkt anbieten zu können. Außerdem engagiert sich Dehe im Bereich der Prozessdigitalisierung für Franchisezentralen und wird auch dort weitere Personalkapazitäten aufbauen.